Mittwoch, 23. September 2009

Rente reicht nicht mehr -

Immer mehr Menschen in Kassel sind im Alter auf Sozialhilfe angewiesen.

So lautete der Aufmacher am Dienstag, 22. September auf Seite 1 der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen (HNA). Demnach ist laut Auskunft des Sozialamtes der Stadt Kassel die Zahl der Grundsicherungsempfänger in Kassel von 2006 bis Ende 2008 von 3177 auf 3471 gewachsen, das ist eine Steigerung von über 9 %.
Das durchschnittliche monatliche Rentenniveau liegt in Kassel derzeit bei 813 €.
Übrigens kein Problem nur von Kassel, die Durchschnittsrente liegt in Braunschweig bei 869 €, in Chemnitz bei 975 € und in Darmstadt bei 859 €. (Quelle: con_sens, DRV-Bund).
Laut Sozialamt wird sich das Problem in Zukunft weiter verschärfen: Wer lange Arbeitslosengeld II bezieht, erwirbt nur geringe Rentenansprüche. Und die Zahl der Mini-, 1 €- und anderer Jobs, deren Bezahlungen nicht zur Deckung des Lebensunterhaltes reichen, steigen.
Eine ausreichende Altersvorsorge ist damit jedenfalls nicht möglich.


1 Kommentar:

  1. Gerade für ältere Menschen ist Armut, bzw. das Beziehen von staatl. Förderungen eine Schmach. Sie outen sich selten und versuchen alleine damit zurecht zu kommen. Andere wiederum beantragen erst gar nicht, die ihnen zustehenden aufstockenden Leistungen. Was jedoch nichts an der Tatsache ändert, dass der HartzIV Regelsatz, bzw. HartzIV allgemein gesehen, nicht ausreicht. Menschen, insbesondere Frauen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, können sich im Rentenalter nicht mehr gesund ernähren und müssen um das Dach über ihrem Kopf kämpfen. Sie haben -zig Jahre gearbeitet, um nun in Armut leben zu müssen. Das Rentenalter genießen, wie man früher immer sagte, gehört der Vergangenheit an. Das Rentenalter verkürzen, trifft es Heute wohl eher.

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