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Dienstag, 19. Mai 2009

Das nächste Schlachtfeld ist eröffnet - sollen die "Alten" mürbe gemacht werden?

Noch weiß keiner, wie die gerade vom Zaun gebrochene neue Rentendebatte ausgeht. Wird es ein Gesetz geben, das Rentenkürzungen verbietet? Oder setzt sich die Gegenseite durch, die schon jetzt und heute vehement für Rentenkürzungen eintritt?

Doch damit nicht genug, die allgemeine Verunsicherung geht in atemberaubendem Tempo weiter. Der Präsident des Deutschen Ärztetages fordert eine Prioritätenliste für ärztliche Leistungen.

"Was soll zuerst behandelt werden: die Hüfte eines Übergewichtigen oder der Tumor eines Nichtrauchers. Anlässlich des heute beginnenden 112. Ärztetages ist der Streit um die Leistungen im Gesundheitssystem wieder scharf aufgebrochen. Auf Widerspruch trifft vor allem die Forderung von Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe, eine Prioritätenliste für die Behandlung bestimmter Krankheiten zu erstellen."

Günter Neubauer, Direktor des des Instituts für Gesundheitsökonomik (IfG) assistiert: "Prioritätensetzung muss jeder betreiben, der begrenzte Mittel hat."

Und weiter: "Davon profitieren alle. Denn die Finanzierbarkeit unseres Systems, wie es heute läuft, ist auf mittlere Sicht nicht zu gewährleisten. Natürlich profitiert zuerst die jüngere Generation, die viel an Finanzmitteln aufzubringen hat und wenig Leistungen braucht."

Soll hier ein weiterer Generationenvertrag aufgekündigt werden?

Ist es wirklich "Zufall", wenn solche Diskussionen fast zeitgleich beginnen? Oder ist es so, dass wenn einem zwei bis drei "Übel" angedroht werden, man glücklich ist, nur eines davon schlucken zu müssen?