"Polarisierung der Einkommen: die Mittelschicht verliert", so der Titel des Wochenberichts des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) Nr. 24/2010.
Das DIW hat in einer Langzeitstudie die Einkommensentwicklung der deutschen Bevölkerung in den letzten 10 Jahren untersucht und dabei eine Polarisierung der Einkommen festgestellt. Polarisierung ist, so die Forscher, etwas anderes als die Ungleichheit der Einkommensentwicklung.
Das die oberen Einkommen meist stärker wachsen als die mittleren oder gar unteren Einkommen wissen wir schon lange, dieses Phänomen nennen die DIW-Forscher Ungleichheit.
Seit etwa 10 Jahren geschieht etwas, was sie als Polarisierung bezeichnen, nämlich:
- die Gruppe der Menschen mit hohem Einkommen wächst und die Einkommen steigen,
- die Gruppe der Menschen mit mittlerem Einkommen schrumpft und die Einkommen sinken,
- die Gruppe der Menschen mit niedrigem Einkommen wächst und die Einkommen schrumpfen.
In diese Entwicklung hinein kommt nun das Sparpaket der Bundesregierung, das eindeutig die Bezieher der niedrigen Einkommen zur Kasse bittet.
Die Regierung und ihre Repräsentanten nennen das "sozial ausgewogen".
Wer im Straßenverkehr mehrfach durch falsches Verhalten auffällt, muss seinen Führerschein abgeben und in einer MPU (Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung, im Volksmund auch "Idiotentest" genannt) seine Reife und Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr nachweisen.
Ich denke es wird Zeit, auch für Scheuklappen tragende Politiker eine MPU einzuführen, um sie selbst und unsere Gesellschaft vor permanentem Fehlverhalten zu schützen.
Was das mit älter werden zu tun hat? Nun wie schon an anderen Stellen ausgeführt, bedeutet eine Verringerung des Durchschnittseinkommens eine Stagnation der Renten, unabhängig von der Inflationsentwicklung. Selbst wenn die Einkommen wieder steigen, bleiben die Renten noch konstant, bis - rechnerisch - die nicht vorgenommenen Kürzungen per Saldo ausgeglichen sind (vergleiche hierzu meinen Beitrag vom 15. Nov. 2009).
Den zitierten Text des Wochenberichts finden Sie auf meiner Homepage unter: http://mariowiegel.de/images/stories/Downloads/10-24-1.pdf
Den Text eines Interviews mit dem Verfasser des genannten Textes finden Sie ebenfalls auf meiner Homepage unter: http://mariowiegel.de/images/stories/Downloads/10-24-2.pdf
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Mittwoch, 16. Juni 2010
Dienstag, 12. Mai 2009
Nachtrag zur "Polemik pur" vom 8. Mai 2009
Zu diesem Beitrag erhielt ich einige Mails mit der Bitte, neben der Polemik auch Fakten zu präsentieren. Bitte, das ist kein Problem, ich beziehe mich im Folgenden auf die Ergebnisse des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) in Berlin, veröffentlicht im "Wochenbericht Nr. 4/2009, 76. Jahrgang, 21. Januar 2009.
Demnach betrug das Nettovermögen in der BRD, nach Abzug von Hypotheken und Konsumentenkrediten, etwa 6,6 Billionen Euro (6.600.000.000.000). Das bedeutet für jeden Erwachsenen ein individuelles Vermögen von 88.000 Euro - im rechnerischen Mittel. Wenn man die Bevölkerung jedoch nach der Höhe des tatsächlichen Vermögens teilt, so ergibt sich ein Median (Scheitelpunkt) bei 15.000 Euro - d. h. es gibt genau so viele Erwachsene, die weniger als 15.000 Euro an individuellem Vermögen haben, wie Erwachsene, die mehr haben. Also verfügt eine Mehrheit der deutschen Erwachsenen über diese 15.000 Euro oder weniger und eine Minderheit verfügt über deutlich mehr.
10 % der Bevölkerung (also ca. 8 Millionen) verfügen über 60 % des Vermögens (also 3,96 Billionen), während gerade mal 1 % der Bevölkerung (also 800.000 Menschen) über 25 % des Vermögens (also 1,65 Billionen oder in Zahlen 1.650.000.000.000 Euro) verfügen.
In dem Bericht wird nachdrücklich auf das steigende Risiko der Altersarmut hingewiesen.
Noch Fragen? Bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion, dann haben alle Leser etwas davon.
Demnach betrug das Nettovermögen in der BRD, nach Abzug von Hypotheken und Konsumentenkrediten, etwa 6,6 Billionen Euro (6.600.000.000.000). Das bedeutet für jeden Erwachsenen ein individuelles Vermögen von 88.000 Euro - im rechnerischen Mittel. Wenn man die Bevölkerung jedoch nach der Höhe des tatsächlichen Vermögens teilt, so ergibt sich ein Median (Scheitelpunkt) bei 15.000 Euro - d. h. es gibt genau so viele Erwachsene, die weniger als 15.000 Euro an individuellem Vermögen haben, wie Erwachsene, die mehr haben. Also verfügt eine Mehrheit der deutschen Erwachsenen über diese 15.000 Euro oder weniger und eine Minderheit verfügt über deutlich mehr.
10 % der Bevölkerung (also ca. 8 Millionen) verfügen über 60 % des Vermögens (also 3,96 Billionen), während gerade mal 1 % der Bevölkerung (also 800.000 Menschen) über 25 % des Vermögens (also 1,65 Billionen oder in Zahlen 1.650.000.000.000 Euro) verfügen.
In dem Bericht wird nachdrücklich auf das steigende Risiko der Altersarmut hingewiesen.
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