Wer sind die neuen Alten?
Der Begriff wurde in den 1980er Jahren von den Medien geschaffen und bezeichnete Menschen, die aufgrund des damals neu geschaffenen Vorruhestandgesetzes (1984) schon mit 59 Jahren in den Ruhestand treten konnten.
Die neuen Alten wurden schnell als Freizeitgeneration definiert, in der öffentlichen Wahrnehmung wurden sie zur privilegierten Gruppe, die auf Kosten der jüngeren Generation lebt.
Von Wissenschaftlern wurden sie als ein vorübergehendes Phänomen betrachtet, denn jeder negative Veränderungsfaktor, wie eine plötzliche Erkrankung, konnte aus einem aktiven Alten eine hilfebedürftigen alten Menschen machen. Auch die frühe und finanziell gut abgesicherte Berufsaufgabe war sicherlich kein Modell für längere Zeit.
Und trotzdem hat sich die Bezeichnung der neuen Alten bis heute gehalten.
Auch heute beenden viele Menschen trotz Anhebung des Renteneintrittalters schon vorzeitig ihre Berufstätigkeit - allerdings eine große Zahl unfreiwillig und mit nicht unerheblichen finanziellen Einbußen.
Aber auch auf sie trifft zu: Sie sind jünger, sie sind mehrheitlich gesünder und verfügen über eine bessere Bildung als frühere Rentnergenerationen.
Was die heutigen und noch stärker die zukünftigen neuen Alten von der einst namengebenden Generation unterscheidet, sind die zunehmenden sozialen Ungleichheiten (vergleiche hierzu "Goldenes Rentenalter" auf meiner Homepage) und die gestiegenen und weiter steigenden Erwartungen hinsichtlich ihres Engagements für das Gemeinwesen.
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Montag, 8. Juni 2009
Sonntag, 7. Juni 2009
Die neuen Alten II
Im nächsten Schritt ging es darum, förderliche Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement zu schaffen. Da eine Verpflichtung ausgeschlossen war, wurden altenpolitische Förderprogramme aufgelegt, deren Ziel es war, die neuen Alten in der Wertigkeit ihrer jeweiligen Lebenserfahrungen zu bestärken und ihr sogenanntes Erfahrungswissen für das Gemeinwesen nutzbar zu machen.
Zunächst wurden in einigen Bundesländern bereits erprobte Modelle bundesweit gefördert, die auf eine gegenseitige Hilfe und Unterstützung der neuen Alten untereinander abzielten wie zum Beispiel Seniorenbüros, Seniorengenossenschaften, Alte helfen Alte u. a. m.
Zunehmend wird ein Bemühen sichtbar, dass über die Generation selbst hinaus geht. Neuere Bundesmodellprogramme versuchen nunmehr verstärkt, die Aktivitäten der neuen Alten über ihre eigene Generation hinaus auf andere Felder auszudehnen.
Hier sind zu nennen die Generationenübergreifendem Freiwilligendienste, Erfahrungswissen für Initiativen, Mehrgenerationenhäuser, Vorlesen in Kindertagesstätten, Lernpatenschaften u.v.m.
Der dabei zugrunde liegende Gedanke eines Mentors (kommt aus der griechischen Mythologie, meint den älteren geistigen Anleiter, Berater und Begleiter eines i. d. Regel jüngeren, unerfahrerenen Menschen) birgt aber auch seine Schwierigkeiten:
Das in allen Programmen hochgelobte Erfahrungswissen der neuen Alten erfährt in einer Informationsgesellschaft, in der das "Wissen" aus dem Internet bezogen wird gerade eine nie erlebte Abwertung.
Zunächst wurden in einigen Bundesländern bereits erprobte Modelle bundesweit gefördert, die auf eine gegenseitige Hilfe und Unterstützung der neuen Alten untereinander abzielten wie zum Beispiel Seniorenbüros, Seniorengenossenschaften, Alte helfen Alte u. a. m.
Zunehmend wird ein Bemühen sichtbar, dass über die Generation selbst hinaus geht. Neuere Bundesmodellprogramme versuchen nunmehr verstärkt, die Aktivitäten der neuen Alten über ihre eigene Generation hinaus auf andere Felder auszudehnen.
Hier sind zu nennen die Generationenübergreifendem Freiwilligendienste, Erfahrungswissen für Initiativen, Mehrgenerationenhäuser, Vorlesen in Kindertagesstätten, Lernpatenschaften u.v.m.
Der dabei zugrunde liegende Gedanke eines Mentors (kommt aus der griechischen Mythologie, meint den älteren geistigen Anleiter, Berater und Begleiter eines i. d. Regel jüngeren, unerfahrerenen Menschen) birgt aber auch seine Schwierigkeiten:
Das in allen Programmen hochgelobte Erfahrungswissen der neuen Alten erfährt in einer Informationsgesellschaft, in der das "Wissen" aus dem Internet bezogen wird gerade eine nie erlebte Abwertung.
Samstag, 6. Juni 2009
Die neuen Alten
Spätestens seit dem 5. Altenbericht der Bundesregierung mit dem Titel: "Potenziale des Alters in Wirtschaft und Gesellschaft - Der Beitrag älterer Menschen zum Zusammenhalt der Generationen",
aus dem Jahr 2006 ist es vorbei mit dem ruhigen Rentner-Dasein. In dem Bericht ist die Rede von einer "neuen Verantwortungsrolle", die den Menschen nach der Erwerbstätigkeitsphase zugedacht wird.
Noch vier Jahre vorher, also 2002 wurde im Abschlussbericht der Enquete-Kommission "Demografischer Wandel - Herausforderungen unserer älter werdenden Gesellschaft an den Einzelnen und die Politik" die Frage gestellt, "ob die älteren Menschen einen Eigenbeitrag zur Entschärfung der durch den demografischen Wandel verursachten Verschiebungen im Belastungsgefüge der Generationen leisten können und müssen"
Vier Jahre später sind die älteren Menschen - oder die neuen Alten bereits in einer Verantwortungsrolle. Diese Zuweisung als Verpflichtung auszusprechen wurde (noch, Anm. d. Verf.) eindeutig abgelehnt.
EXKURS: Abgelehnt werden kann doch eigentlich nur etwas, was beantragt oder zumindest als Vorschlag eingebracht wurde. Und die Wahl des Begriffs "eindeutig" gibt Anlass zu weiteren Vermutungen.
aus dem Jahr 2006 ist es vorbei mit dem ruhigen Rentner-Dasein. In dem Bericht ist die Rede von einer "neuen Verantwortungsrolle", die den Menschen nach der Erwerbstätigkeitsphase zugedacht wird.
Noch vier Jahre vorher, also 2002 wurde im Abschlussbericht der Enquete-Kommission "Demografischer Wandel - Herausforderungen unserer älter werdenden Gesellschaft an den Einzelnen und die Politik" die Frage gestellt, "ob die älteren Menschen einen Eigenbeitrag zur Entschärfung der durch den demografischen Wandel verursachten Verschiebungen im Belastungsgefüge der Generationen leisten können und müssen"
Vier Jahre später sind die älteren Menschen - oder die neuen Alten bereits in einer Verantwortungsrolle. Diese Zuweisung als Verpflichtung auszusprechen wurde (noch, Anm. d. Verf.) eindeutig abgelehnt.
EXKURS: Abgelehnt werden kann doch eigentlich nur etwas, was beantragt oder zumindest als Vorschlag eingebracht wurde. Und die Wahl des Begriffs "eindeutig" gibt Anlass zu weiteren Vermutungen.
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