Nun ist es also soweit: Ab heute wird alles besser in den Pflegeheimen.
Ohne Voranmeldung (welche Errungenschaft!) kommen "Prüfer" in die Pflegeheime und benoten die Einrichtungen nach einem Notensystem von 1 bis 5. Nach einem recht komplizierten System wird dann eine Gesamtnote errechnet und in das Internet gestellt.
Die Prüferinnen und Prüfer müssten ja eigentlich etwas vom "Fach" verstehen, aber wo kommen sie her? Werden jetzt die besten Pflegekräfte aus den ohnehin unterbesetzten Einrichtungen abgezogen?
Welchen Sinn macht eine Benotung, die unsinnige "Ausgleichsnoten" möglich macht? Wie kann es zum Beispiel sein, dass eine schlechte Note für schlechte Pflegeleistungen dadurch ausgeglichen werden kann, dass die Mitarbeitenden ihre Erste-Hilfe-Kurse mit "sehr gut" absolviert haben?
Ganz einfach! Die zu prüfenden Heimträger entscheiden selbst mit darüber, wie ihre Einrichtungen bewertet werden.
Übertragen: Die Besitzer von alten Autos entscheiden mit über die Bewertung der TÜV-Untersuchung und verhindern z. B. die Stilllegung ihres Fahrzeuges trotz defekter Bremsen und Durchrostung von tragenden Teilen, weil - ja weil z. B. der Lack sich in hervorragendem Zustand befindet, oder die Sitze neu aufgepolstert wurden.
Der Sozialpädagoge und Buchautor ("Im Netz der Pflegemafia") Claus Fussek verspricht sich keine durchgreifende Verbesserung von diesem Verfahren.
Also "viel Lärm um nichts"?
Schlimmer: Hier wird ein Millionenaufwand betrieben, der die Pflegekassen zusätzlich belasten wird und das Geld dort abzieht wo es eigentlich so dringend gebraucht wird!
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Montag, 1. Juni 2009
Dienstag, 19. Mai 2009
Das nächste Schlachtfeld ist eröffnet - sollen die "Alten" mürbe gemacht werden?
Noch weiß keiner, wie die gerade vom Zaun gebrochene neue Rentendebatte ausgeht. Wird es ein Gesetz geben, das Rentenkürzungen verbietet? Oder setzt sich die Gegenseite durch, die schon jetzt und heute vehement für Rentenkürzungen eintritt?
Doch damit nicht genug, die allgemeine Verunsicherung geht in atemberaubendem Tempo weiter. Der Präsident des Deutschen Ärztetages fordert eine Prioritätenliste für ärztliche Leistungen.
"Was soll zuerst behandelt werden: die Hüfte eines Übergewichtigen oder der Tumor eines Nichtrauchers. Anlässlich des heute beginnenden 112. Ärztetages ist der Streit um die Leistungen im Gesundheitssystem wieder scharf aufgebrochen. Auf Widerspruch trifft vor allem die Forderung von Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe, eine Prioritätenliste für die Behandlung bestimmter Krankheiten zu erstellen."
Günter Neubauer, Direktor des des Instituts für Gesundheitsökonomik (IfG) assistiert: "Prioritätensetzung muss jeder betreiben, der begrenzte Mittel hat."
Und weiter: "Davon profitieren alle. Denn die Finanzierbarkeit unseres Systems, wie es heute läuft, ist auf mittlere Sicht nicht zu gewährleisten. Natürlich profitiert zuerst die jüngere Generation, die viel an Finanzmitteln aufzubringen hat und wenig Leistungen braucht."
Soll hier ein weiterer Generationenvertrag aufgekündigt werden?
Ist es wirklich "Zufall", wenn solche Diskussionen fast zeitgleich beginnen? Oder ist es so, dass wenn einem zwei bis drei "Übel" angedroht werden, man glücklich ist, nur eines davon schlucken zu müssen?
Doch damit nicht genug, die allgemeine Verunsicherung geht in atemberaubendem Tempo weiter. Der Präsident des Deutschen Ärztetages fordert eine Prioritätenliste für ärztliche Leistungen.
"Was soll zuerst behandelt werden: die Hüfte eines Übergewichtigen oder der Tumor eines Nichtrauchers. Anlässlich des heute beginnenden 112. Ärztetages ist der Streit um die Leistungen im Gesundheitssystem wieder scharf aufgebrochen. Auf Widerspruch trifft vor allem die Forderung von Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe, eine Prioritätenliste für die Behandlung bestimmter Krankheiten zu erstellen."
Günter Neubauer, Direktor des des Instituts für Gesundheitsökonomik (IfG) assistiert: "Prioritätensetzung muss jeder betreiben, der begrenzte Mittel hat."
Und weiter: "Davon profitieren alle. Denn die Finanzierbarkeit unseres Systems, wie es heute läuft, ist auf mittlere Sicht nicht zu gewährleisten. Natürlich profitiert zuerst die jüngere Generation, die viel an Finanzmitteln aufzubringen hat und wenig Leistungen braucht."
Soll hier ein weiterer Generationenvertrag aufgekündigt werden?
Ist es wirklich "Zufall", wenn solche Diskussionen fast zeitgleich beginnen? Oder ist es so, dass wenn einem zwei bis drei "Übel" angedroht werden, man glücklich ist, nur eines davon schlucken zu müssen?
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