"Der Bundestag" (wer eigentlich genau? mit wessen Stimmen? vielleicht auch wieder von 30 anwesenden Abgeordneten wie beim Meldegesetz im letzten Jahr?) hat ein Gesetz "einstimmig" verabschiedet. Nun ja, eigentlich nichts Besonderes, oder doch?
Das Gesetz mit dem etwas sperrigen Namen "Gesetz zur Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in der Altenpflege" wird erst richtig interessant, wenn man sich die Zielsetzung etwas genauer anschaut:
Das Gesetz soll dem Fachkräftemangel in der Altenpflege entgegenwirken, es sieht unter anderem vor, die Ausbildungszeit von Bewerbern mit "entsprechenden Vorkenntnissen" um ein Drittel auf zwei Jahre zu verkürzen.
Aha, die bisherige Ausbildungszeit war offenbar zu lang für die Vermittlung der notwendigen Inhalte.
Aber halt! Die berufliche Aus- und Weiterbildung soll doch gestärkt werden, so jedenfalls der Titel des Gesetzes. Also "weniger ist mehr?"
Wir haben also einen Fachkräftemangel weil die Ausbildungszeit zu lang ist???
Bayerns Sozialministerin scheint es so zu sehen: "Das steigert die Attraktivität des Berufs und ist ein Zeichen der Anerkennung für Pflegende, die sich bereits über Jahre hinweg für unsere älteren Mitbürger eingesetzt haben." Soweit also Frau Ministerin Christine Haderthauer (CSU).
Ich ahnungsloser Mensch hatte doch tatsächlich die Ursachen für die fehlende Attraktivität des Berufs in schlechter Bezahlung und schlechten Arbeitsbedingungen gesucht. Wie konnte ich nur.
Und ich hatte den vorliegenden Untersuchungen und Berichten geglaubt, die die häufige Überforderung von pflegenden Angehörigen bis hin zu häuslicher Gewalt zum Inhalt hatten.
So ein Blödsinn, diese erfahrenen und "bewährten" Menschen werden (nach verkürzter Ausbildung) den Pflegenotstand in unserem Lande mildern.
Die Parole lautet also: Schleckerfrauen in die Kindertagesstätten, pflegende Angehörige in die Alten- und Pflegeheime und das dadurch gesparte Geld - wie gehabt - den Bankern und anderen Finanzjongleuren.
Ist doch alternativlos - oder?
Mittwoch, 27. Februar 2013
Montag, 25. Februar 2013
Web-Provider macht Geschäft mit meinem Namen
Seit einigen Jahren habe ich meine Homepage bei einem namhaften deutschen Web-Provider mit zwei Adressen: mariowiegel.de und mariowiegel.info.
Es gab nie Probleme - bis zum Dezember letzten Jahres. Plötzlich war meine Homepage oft stundenlang gar nicht zu erreichen oder der Aufbau dauerte unglaublich lange. Alle meine Anrufe wurden freundlich entgegen genommen, aber geändert hat sich nichts.
Die jeweiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickelten die wildesten Theorien woran es liegen könnte und gaben die Anfrage in schöner Regelmäßigkeit an "die Technik" weiter.
Meine Homepage war weiterhin oft mehrere Tage hintereinander in der Zeit von ca. 4 Uhr bis oft 13 Uhr nicht zu erreichen.
Völlig genervt stimmte ich dann einem Tarifwechsel zu (wobei mir dieser bei angeblichen "Technischen Problemen überhaupt nicht einleuchten wollte), womit der Ärger erst richtig los ging: die Adresse mariowiegel.info war im neuen Tarif nicht mehr kostenlos enthalten (was mir niemand gesagt hatte!!!) sondern sollte zusätzlich bezahlt werden.
Dieser Tariferweiterung mit zusätzlichen Kosten stimmte ich nicht zu und versuchte ca. 2 Stunden später diese Adresse bei einem anderen Anbieter anzumelden.
Das ging nicht, weil meine Anschrift mariowiegel.info bereits an eine Firma in der Schweiz verkauft war.
Diese Firma handelt mit Internet-Adressen und hat mir auf Anfrage den Rückkauf mit einem Mindestgebot von 60 € angeboten. Unter mariowiegel.info werden derzeit etliche Werbungen vermarktet, die Firma hat die Seite bis zum Verkauf "vermietet".
Es ist mir völlig unerklärlich, wie so etwas überhaupt möglich ist.
Es gab nie Probleme - bis zum Dezember letzten Jahres. Plötzlich war meine Homepage oft stundenlang gar nicht zu erreichen oder der Aufbau dauerte unglaublich lange. Alle meine Anrufe wurden freundlich entgegen genommen, aber geändert hat sich nichts.
Die jeweiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickelten die wildesten Theorien woran es liegen könnte und gaben die Anfrage in schöner Regelmäßigkeit an "die Technik" weiter.
Meine Homepage war weiterhin oft mehrere Tage hintereinander in der Zeit von ca. 4 Uhr bis oft 13 Uhr nicht zu erreichen.
Völlig genervt stimmte ich dann einem Tarifwechsel zu (wobei mir dieser bei angeblichen "Technischen Problemen überhaupt nicht einleuchten wollte), womit der Ärger erst richtig los ging: die Adresse mariowiegel.info war im neuen Tarif nicht mehr kostenlos enthalten (was mir niemand gesagt hatte!!!) sondern sollte zusätzlich bezahlt werden.
Dieser Tariferweiterung mit zusätzlichen Kosten stimmte ich nicht zu und versuchte ca. 2 Stunden später diese Adresse bei einem anderen Anbieter anzumelden.
Das ging nicht, weil meine Anschrift mariowiegel.info bereits an eine Firma in der Schweiz verkauft war.
Diese Firma handelt mit Internet-Adressen und hat mir auf Anfrage den Rückkauf mit einem Mindestgebot von 60 € angeboten. Unter mariowiegel.info werden derzeit etliche Werbungen vermarktet, die Firma hat die Seite bis zum Verkauf "vermietet".
Es ist mir völlig unerklärlich, wie so etwas überhaupt möglich ist.
Dienstag, 12. Februar 2013
Gedanken zum Phänomen Zeit - Teil II - Perspektivwechsel
Als ich im Sommer letzten Jahres den ersten Beitrag zu diesem Thema verfasste, zählte ich noch zum erwerbstätigen Teil der Bevölkerung. Seit November 2012 genieße ich die Freistellungsphase der Altersteilzeit und erlebe "Zeit" nunmehr aus einer anderen Perspektive.
Seit November 2012 - dem Monat meiner Verabschiedung aus dem Erwerbsleben und dem Abschied von meiner hochbetagten Hundedame - erlebe ich Zeit nach rund 45 Berufsjahren aus einer völlig neuen Sicht.
Ich habe natürlich keine einzige Sekunde Zeit dazu gewonnen - aber ich habe durch den Wegfall der Arbeitszeit pro Tag etliche Stunden mehr zu meiner freien Verfügung. Und das macht sich bemerkbar:
Zum Beispiel beim Einkauf, früher war selten mehr in meinem Einkaufswagen als auf dem Zettel vermerkt war, heute sieht der Wagen anders aus. Ich nehme mir mehr Zeit und siehe da, der Inhalt des Einkaufwagens verändert sich, sowohl quantitativ als auch qualitativ.
Zum Beispiel beim Telefonieren, im Gegensatz zu früher führe ich mehr Telefonate von längerer Dauer.
Zum Beispiel bei den täglichen Hundespaziergängen, für die ich mir mehr Zeit nehme und die ich zum Teil auch viel bewusster erlebe. Und zwar nicht nur meinen eigenen Hund und die Natur. Ich kenne mittlerweile auch die Namen vieler Hunde und lerne zunehmend ihre Besitzer kennen.
Letztere - von mir in den vergangenen Jahren meist nur wenig beachtet - sind immer wieder mal für überraschende Bemerkungen gut. "Na, jetzt im Ruhestand sieht man Sie ja auch mal in ruhiger Gangart." Oder: "Was macht Ihre Rippenprellung?" Auch über den Tod meiner Hündin und die kleineren und größeren Probleme mit dem "neuen" Hund sind viele Menschen überraschend gut informiert. Und - manche von ihnen entpuppen sich als "Nachbarn" (nicht direkt, die kenne ich schon!) im näheren Wohnumfeld.
Fazit:
- Ich nutze die "gewonnene"Zeit zunehmend für soziale Kontakte.
- Ich mache - abgesehen von meinem wiederbelebten Hobby der Fotografie - zur Zeit wenig Neues.
- Aber ich nehme mir für viele Dinge im Alltag mehr Zeit und erledige sie bewusster.
Ach ja, das Zitat von Horaz hat für mich an Bedeutung und Wichtigkeit nichts verloren.......
Seit November 2012 - dem Monat meiner Verabschiedung aus dem Erwerbsleben und dem Abschied von meiner hochbetagten Hundedame - erlebe ich Zeit nach rund 45 Berufsjahren aus einer völlig neuen Sicht.
Ich habe natürlich keine einzige Sekunde Zeit dazu gewonnen - aber ich habe durch den Wegfall der Arbeitszeit pro Tag etliche Stunden mehr zu meiner freien Verfügung. Und das macht sich bemerkbar:
Zum Beispiel beim Einkauf, früher war selten mehr in meinem Einkaufswagen als auf dem Zettel vermerkt war, heute sieht der Wagen anders aus. Ich nehme mir mehr Zeit und siehe da, der Inhalt des Einkaufwagens verändert sich, sowohl quantitativ als auch qualitativ.
Zum Beispiel beim Telefonieren, im Gegensatz zu früher führe ich mehr Telefonate von längerer Dauer.
Zum Beispiel bei den täglichen Hundespaziergängen, für die ich mir mehr Zeit nehme und die ich zum Teil auch viel bewusster erlebe. Und zwar nicht nur meinen eigenen Hund und die Natur. Ich kenne mittlerweile auch die Namen vieler Hunde und lerne zunehmend ihre Besitzer kennen.
Letztere - von mir in den vergangenen Jahren meist nur wenig beachtet - sind immer wieder mal für überraschende Bemerkungen gut. "Na, jetzt im Ruhestand sieht man Sie ja auch mal in ruhiger Gangart." Oder: "Was macht Ihre Rippenprellung?" Auch über den Tod meiner Hündin und die kleineren und größeren Probleme mit dem "neuen" Hund sind viele Menschen überraschend gut informiert. Und - manche von ihnen entpuppen sich als "Nachbarn" (nicht direkt, die kenne ich schon!) im näheren Wohnumfeld.
Fazit:
- Ich nutze die "gewonnene"Zeit zunehmend für soziale Kontakte.
- Ich mache - abgesehen von meinem wiederbelebten Hobby der Fotografie - zur Zeit wenig Neues.
- Aber ich nehme mir für viele Dinge im Alltag mehr Zeit und erledige sie bewusster.
Ach ja, das Zitat von Horaz hat für mich an Bedeutung und Wichtigkeit nichts verloren.......
Dienstag, 30. Oktober 2012
Auf dem Weg in die "späte Freiheit"
"Die späte Freiheit," so lautet der Titel eines Buches von Leopold Rosenmayr, das zur Pflichtlektüre meines Gerontologie-Studiums gehörte.
Am 19. Oktober war der letzte Arbeitstag in meinem bisher 45jährigen Erwerbsleben. Nun befinde ich mich in meinen Jahresurlaub bis zum 30. November und am 1.12.12 beginnt die dreijährige Freistellungsphase meiner Alters-Teilzeit.
Rosenmayr hat in dem oben genannten Buch viel über das "nachberufliche Leben" geschrieben, aber wenig darüber, wann diese Phase beginnt. Gehört die Alters-Teilzeit schon dazu - oder ist sie genau der Weg dahin, der Weg in die späte Freiheit. Eine Zeit, die nicht mehr überwiegend von Fremdbestimmung geprägt sein sollte sondern vielmehr von eigenen Interessen und Entwicklungen.
Der Weg ist gekennzeichnet von verschiedenen Dingen, wie Abschied, Aufräumen, Loslassen, Wieder-Entdeckung alter und Entdeckung neuer Hobbys, Orientierung und Selbstbesinnung. Und er eröffnet neue Perspektiven
Ich habe noch keine genaue Vorstellung von der "späten Freiheit" und weiß auch nicht, ob sie nicht nur ein theoretisches Konstrukt ist. Vielleicht ist dieser Weg ähnlich wie der Pilgerpfad ein sehr individueller Weg, der sich einer objektiven Beschreibung oder gar Verallgemeinerung entzieht.
Ich spürte erste Veränderungen in mir beim Aussortieren von alten Fachbüchern, Zeitungsartikeln , Aufsätzen und Broschüren. Manches ging leicht weg, anderes werde ich vielleicht noch mehrmals in die Hand nehmen müssen, bevor eine Trennung gelingt. Aber ich spüre bereits eine Erleichterung, der Rucksack ist schon leichter geworden und damit wächst meine innere Bereitschaft weiteren Ballast aufzugeben.
Am 19. Oktober war der letzte Arbeitstag in meinem bisher 45jährigen Erwerbsleben. Nun befinde ich mich in meinen Jahresurlaub bis zum 30. November und am 1.12.12 beginnt die dreijährige Freistellungsphase meiner Alters-Teilzeit.
Rosenmayr hat in dem oben genannten Buch viel über das "nachberufliche Leben" geschrieben, aber wenig darüber, wann diese Phase beginnt. Gehört die Alters-Teilzeit schon dazu - oder ist sie genau der Weg dahin, der Weg in die späte Freiheit. Eine Zeit, die nicht mehr überwiegend von Fremdbestimmung geprägt sein sollte sondern vielmehr von eigenen Interessen und Entwicklungen.
Der Weg ist gekennzeichnet von verschiedenen Dingen, wie Abschied, Aufräumen, Loslassen, Wieder-Entdeckung alter und Entdeckung neuer Hobbys, Orientierung und Selbstbesinnung. Und er eröffnet neue Perspektiven
Ich habe noch keine genaue Vorstellung von der "späten Freiheit" und weiß auch nicht, ob sie nicht nur ein theoretisches Konstrukt ist. Vielleicht ist dieser Weg ähnlich wie der Pilgerpfad ein sehr individueller Weg, der sich einer objektiven Beschreibung oder gar Verallgemeinerung entzieht.
Ich spürte erste Veränderungen in mir beim Aussortieren von alten Fachbüchern, Zeitungsartikeln , Aufsätzen und Broschüren. Manches ging leicht weg, anderes werde ich vielleicht noch mehrmals in die Hand nehmen müssen, bevor eine Trennung gelingt. Aber ich spüre bereits eine Erleichterung, der Rucksack ist schon leichter geworden und damit wächst meine innere Bereitschaft weiteren Ballast aufzugeben.
Mittwoch, 10. Oktober 2012
Altersteilzeit VII
Ich befinde mich in einem ganz merkwürdigen Zustand. Seit ich 1966 - also vor rund 46 Jahren - von der Schule abgegangen bin, war mein Leben durch meine Berufstätigkeit bestimmt. Sie stand - zumindest was die Zeit angeht - ziemlich im Mittelpunkt und alles andere gruppierte sich irgendwie drumherum. Und nun sind es tatsächlich nur noch 8 Werktage bis zu meinem Urlaub, der dann nahtlos in die Freistellungsphase meiner Altersteilzeit übergeht. Es scheint mir alles etwas unwirklich, obwohl ich wahrscheinlich besser als viele andere Menschen darauf vorbereitet bin - vielleicht zu gut?
Sonntag, 12. August 2012
Altersteilzeit VI
Und schon brechen die letzten 10 Wochen an, die Zeit vergeht einfach unheimlich schnell.
Die letzten zwanzig Wochen des beruflichen Lebens bewusst erleben, reflektieren und dokumentieren, das war meine Absicht. Nun ist Halbzeit, aber - dies ist erst der sechste Beitrag.
Ich habe jeden Tag in jeder der vergangenen 10 Wochen bewusst erlebt und weitestgehend auch reflektiert, nur mit der regelmäßigen Dokumentation hat es nicht geklappt. Manchmal schien mir das, was ich hätte schreiben können einfach zu banal, und manchmal beschäftigten mich auch Interna, die nicht in ein Blog gehören.
Aus der letzten Woche sind mir zwei Dinge sehr eindrücklich in Erinnerung geblieben: Ein tolles Vorbereitungsgespräch mit zwei zukünftigen Kooperationspartnern für ein Projekt in Kassel im Jahr 2013. Ich war von unserer Arbeit, unserem Vorhaben und unserem "Zusammenspiel" richtig begeistert. Erst auf der Heimfahrt realisierte ich, dass ich bei der Durchführung dieses Projekts nicht mehr dabei sein werde. Diese Erkenntnis schlich sich langsam aber sicher in mein Bewusstsein und löste ein Bündel von widersprüchlichen Gefühlen aus. Es war eben die erste Planung, die über "meine Zeit" hinausgeht. Ich hatte einigermaßen daran zu "knacken".
Die zweite Situation der Verunsicherung erlebte ich bei einer Straßenbahnfahrt. In der Sitzreihe vor mir unterhielten sich zwei Jugendliche über ihre Zukunftsvorstellungen. Eine davon erinnerte mich sehr an eigene Ideen und Phantasien aus meiner Jugend. Dadurch angeregt sinnierte ich über meine Zukunftspläne und -wünsche, die ich in dem entsprechenden Alter hatte und verglich sie mit meinem Lebensweg. Da mein Lebensfluss schon etwas länger ist und viele Seitenarme und Nebenflüsse gebildet hat, war es eigentlich nicht verwunderlich, dass bei meinem "Auftauchen" aus den Erinnerungen und Betrachtungen nicht nur die beiden Jugendlichen die Tram längst verlassen hatten sondern auch ich den Ausstieg locker verpasst hatte.
In den folgenden Tagen ertappte ich mich oft bei Gedanken über Jugendliche, die mir begegneten. Welche Ziele sie sich wohl stecken? Welchen Schwierigkeiten sie dabei wohl begegnen werden?
Und ich betrachtete auch ältere Menschen und fragte mich, ob sie wohl ihren Zielen nahe gekommen sind, sie verändert und neuen Gegebenheiten angepasst oder sie vielleicht sogar aufgegeben haben.
Meine eigene "Bestandsaufnahme" ist übrigens noch nicht abgeschlossen......
Die letzten zwanzig Wochen des beruflichen Lebens bewusst erleben, reflektieren und dokumentieren, das war meine Absicht. Nun ist Halbzeit, aber - dies ist erst der sechste Beitrag.
Ich habe jeden Tag in jeder der vergangenen 10 Wochen bewusst erlebt und weitestgehend auch reflektiert, nur mit der regelmäßigen Dokumentation hat es nicht geklappt. Manchmal schien mir das, was ich hätte schreiben können einfach zu banal, und manchmal beschäftigten mich auch Interna, die nicht in ein Blog gehören.
Aus der letzten Woche sind mir zwei Dinge sehr eindrücklich in Erinnerung geblieben: Ein tolles Vorbereitungsgespräch mit zwei zukünftigen Kooperationspartnern für ein Projekt in Kassel im Jahr 2013. Ich war von unserer Arbeit, unserem Vorhaben und unserem "Zusammenspiel" richtig begeistert. Erst auf der Heimfahrt realisierte ich, dass ich bei der Durchführung dieses Projekts nicht mehr dabei sein werde. Diese Erkenntnis schlich sich langsam aber sicher in mein Bewusstsein und löste ein Bündel von widersprüchlichen Gefühlen aus. Es war eben die erste Planung, die über "meine Zeit" hinausgeht. Ich hatte einigermaßen daran zu "knacken".
Die zweite Situation der Verunsicherung erlebte ich bei einer Straßenbahnfahrt. In der Sitzreihe vor mir unterhielten sich zwei Jugendliche über ihre Zukunftsvorstellungen. Eine davon erinnerte mich sehr an eigene Ideen und Phantasien aus meiner Jugend. Dadurch angeregt sinnierte ich über meine Zukunftspläne und -wünsche, die ich in dem entsprechenden Alter hatte und verglich sie mit meinem Lebensweg. Da mein Lebensfluss schon etwas länger ist und viele Seitenarme und Nebenflüsse gebildet hat, war es eigentlich nicht verwunderlich, dass bei meinem "Auftauchen" aus den Erinnerungen und Betrachtungen nicht nur die beiden Jugendlichen die Tram längst verlassen hatten sondern auch ich den Ausstieg locker verpasst hatte.
In den folgenden Tagen ertappte ich mich oft bei Gedanken über Jugendliche, die mir begegneten. Welche Ziele sie sich wohl stecken? Welchen Schwierigkeiten sie dabei wohl begegnen werden?
Und ich betrachtete auch ältere Menschen und fragte mich, ob sie wohl ihren Zielen nahe gekommen sind, sie verändert und neuen Gegebenheiten angepasst oder sie vielleicht sogar aufgegeben haben.
Meine eigene "Bestandsaufnahme" ist übrigens noch nicht abgeschlossen......
Dienstag, 24. Juli 2012
Altersteilzeit V
Die dreizehnte Woche begann mit viel Sonnenschein und der erfolgten (internen) Ausschreibung meiner Stelle.
Da die Ausschreibung nur an einen eingegrenzten Personenkreis gerichtet ist, ist mit großer Sicherheit von fehlenden gerontologischen Qualifikationen und lediglich fragmentierten und marginalen Berufserfahrungen der potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern in diesem Arbeitsfeld auszugehen. Die Ausschreibung weist als Einstellungstermin den 1. Januar 2013 aus, meine Arbeitszeit endet am 30.11. 2012, so dass durch die eingeplante Vakanz von einem Monat und meinen noch ausstehenden Jahresurlaub von 6 Wochen eine Einarbeitung und Übergabe durch mich nicht möglich sind. Ich werde meinen Jahresurlaub am Ende meiner Dienstzeit nehmen und somit also am 19. Oktober zu meinen letzten Arbeitstag antreten.
Bis dahin stehen aber noch ein kompletter Grundkurs für ca. 18 neue GRIPS-Trainerinnen/Trainer (3 Wochenenden), eine Fortbildung für die ComputerkursleiterInnen (1 Wochenende), eine Veranstaltung in der Akademie Hofgeismar (1 Tag) und die konzeptionelle Vorbereitung und Planung einer Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) Köln und dem FreiwilligenZentrum Kassel für 2013 auf dem Programm.
Es gibt also noch genug zu tun.
Da die Ausschreibung nur an einen eingegrenzten Personenkreis gerichtet ist, ist mit großer Sicherheit von fehlenden gerontologischen Qualifikationen und lediglich fragmentierten und marginalen Berufserfahrungen der potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern in diesem Arbeitsfeld auszugehen. Die Ausschreibung weist als Einstellungstermin den 1. Januar 2013 aus, meine Arbeitszeit endet am 30.11. 2012, so dass durch die eingeplante Vakanz von einem Monat und meinen noch ausstehenden Jahresurlaub von 6 Wochen eine Einarbeitung und Übergabe durch mich nicht möglich sind. Ich werde meinen Jahresurlaub am Ende meiner Dienstzeit nehmen und somit also am 19. Oktober zu meinen letzten Arbeitstag antreten.
Bis dahin stehen aber noch ein kompletter Grundkurs für ca. 18 neue GRIPS-Trainerinnen/Trainer (3 Wochenenden), eine Fortbildung für die ComputerkursleiterInnen (1 Wochenende), eine Veranstaltung in der Akademie Hofgeismar (1 Tag) und die konzeptionelle Vorbereitung und Planung einer Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) Köln und dem FreiwilligenZentrum Kassel für 2013 auf dem Programm.
Es gibt also noch genug zu tun.
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